Kunst, Freiheit, Öffentlichkeit
Die Akademie im Fokus politischer Interessen
27.05.2026
Symposium an der AdBK Nürnberg
Kunsthochschulen verstanden sich lange als autonome Inseln künstlerischer Freiheit. Doch gegenwärtig wird immer deutlicher, dass es nicht nur der Markt ist, der an ihnen zerrt, sondern dass die politische Basis ihrer Autonomie zunehmend fraglich wird. Als staatlich finanzierte Institutionen standen die Kunsthochschulen zwar immer im Spannungsfeld öffentlicher Interessen und Erwartungshaltungen, doch aktuell geraten verstärkt ganz konkrete Inhalte, Positionen und auch Personen in den Fokus politischer Aufmerksamkeit. Vor diesem Hintergrund erscheint es uns notwendig, sich der rechtlichen Grundlagen von Kunstproduktion und -lehre zu vergewissern und uns ins Gedächtnis zu rufen, wie und als was Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland verankert sind. Das Symposium eröffnet einen Austausch mit Vertreter*innen anderer Hochschulen und Institutionen und will Raum geben, die Spannungen zwischen abstrakter künstlerischer Autonomie und konkreter politischer Einflussnahme zu reflektieren. Wir gehen der Frage nach, ob Kunst im Kontext zunehmender autoritärer Tendenzen eine widerständige Position behaupten kann, obwohl und weil sie selbst in diese gesellschaftlichen Dynamiken verstrickt ist.
Mit Johannes Büttner und Julian Vogel, Berlin, Prof. Diedrich Diederichsen, Berlin, Prof.in Donatella Fioretti, Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Michael Hakimi, AdBK Nürnberg, Prof.in Dr. Katrin Köppert, HU Berlin, Birgit Mair, Nürnberg, Prof.in Eva von Platen-Hallermund, AdBK Nürnberg, Prof.in Natascha Sadr Haghighian, HfK Bremen, Prof.in Dr. Kerstin Stakemeier, AdBK Nürnberg, Annett Stenzel, AdBK Nürnberg, Prof. Dr. Lothar Zechlin, Peter Wendl AdBK Nürnberg und anderen.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
https://adbk-nuernberg.de/termine/kunst-freiheit-offentlichkeit/